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Leitlinien für die pädagogische Arbeit

III. Leitlinien für die pädagogische Arbeit Seite
1.  Im Zentrum steht für uns der Unterricht 1
a) Stärkung des Leistungsgedankens 1
b) Förderung sozialer Verhaltensweisen und der Erziehung zu Werten 4
c) Pflege der saterfriesischen Sprache als Teil unserer regionalen Kultur und Identität
2.  Schule wollen wir als Gemeinschaft erleben und gestalten 5
3.  Wir achten auf eine gut funktionierende Kommunikation 6
4.  Wir legen die Grundsätze unserer Leistungsbewertung offen 6
5.  Wir brauchen und suchen die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen 6
6.  Wir haben die Berufs- und Studienorientierung unserer Schüler im Blick 7
7.  Wir haben großes Interesse an der Beteiligung der Eltern und Schüler 7
8. Wir planen unsere Fortbildung 7
9. Wir wollen unsere Schulkultur durch Sicherheit und Prävention stärken. 7
IV. weitere Perspektiven
10. Wir setzen uns als mittelfristiges Ziel den Aufbau einer gymnasialen Oberstufe 8
11. Wir nehmen die Qualitätssicherung und Evaluation in den Blick 8

 

1. Im Zentrum steht für uns der Unterricht

Als Gymnasium im Einzugsbereich der Gemeinden Barßel und Saterland wollen wir – unter Berücksichtigung der Besonderheiten dieser Region – den hier lebenden Schülerin­nen und Schülern eine ortsnahe, umfassende und qualifizierte Gymnasialausbildung gewährleisten. Wesentliche Leitziele sind für uns

- der Erwerb fundierten Grundlagenwissens,
- die Einübung selbständigen Arbeitens,
- die Entwicklung einer positiven Einstellung zum Lernen,
- die Entfaltung der Urteils- und Kritikfähigkeit,
- die Ausbildung sozialer Kompetenzen,
- die Förderung der aktiven Mitwirkung am Leben in einem demokratisch verfassten Gemeinwesen,
- die Vorbereitung auf das Leben in einer zusammenwachsenden Welt und
- die Unterstützung bei der Studien- und Berufswahl.
Dabei setzen Erfolge im Unterricht und in der Erziehung u.a. voraus:
- eine enge und vertrauensvolle Kooperation zwischen Schule und Elternhaus,
- ein freundliches und angenehmes Lernklima an der Schule,
- eine hochwertig ausgestattete sowie hell und künstlerisch gestaltete Schule.
Im Schulalltag muss der planmäßige Unterricht aber immer wieder aus verschiedensten Gründen ausfallen und von Kollegen vertreten werden. Deshalb haben wir ein Vertretungskonzept entwickelt, um auch diese Stunden sinnvoll zu unterrichten.

  1. a) Stärkung des Leistungsgedankens

Das LSG versteht sich als eine Schule, die Leistung fördert und Leistung fordert. Lei­stung zu fördern und Leistung zu fordern ist kein Selbstzweck, sondern steht im Dienst unserer Schülerinnen und Schüler. Zu einer fundierten Bildung gehören Kenntnisse und Kompetenzen in der deutschen Sprache und in Fremdsprachen, in Mathematik und Naturwis­senschaften, in musischen Fächern, im Umgang mit dem eigenen Körper sowie in der Auseinandersetzung mit Werten und der Sinnfrage, der Geschichte und dem gegen­wärtigen gesellschaftlichen Leben. Leistung erschöpft sich nicht im Liefern von Ergeb­nissen. Leistung liegt vielmehr auch im Prozess der Ergebnisfindung. Sie verlangt Ziel­strebigkeit, Ausdauer, Fleiß, Neugier, Arbeitsfreude und eine positive Arbeitsatmo­sphäre, die durch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und fairer kritischer Auseinan­dersetzung geprägt ist, sowie ein ständiges Wachsen der fachlichen und methodischen Fähigkeiten.

Das alles verlangt Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler, die sich gemeinsam auf diesen Prozess einlassen und ihn organisieren.

Wir haben ein Methodenkonzept entwickelt, das eng mit dem schuleigenen Curricu­lum verknüpft ist. Denn die Wirksamkeit von Unterricht steigt, je mehr Methoden­kompetenz die Schülerinnen und Schüler selbst besitzen. Wenn diese wissen, wie sie zur Bewältigung der jeweiligen Lernaufgabe methodisch am besten vorzugehen haben, können sie selbständiger, zielstrebiger und mit nachhaltigerem Erfolg lernen. Das gilt für methodische Großformen wie Gruppen- und Projektarbeit genauso wie für Kleinformen wie strukturiertes Vokabellernen, diagonales Lesen oder Notizenma­chen und systematisches Memorieren.


Die Welt von heute verlangt einen sicheren Umgang mit den technischen Medien im privaten wie beruflichen Bereich. Wir sehen es als Teil unserer Aufgabe, die Schüle­rinnen und Schüler auf die Möglichkeiten und auf die Gefahren der modernen Medien hinzuweisen und sie  zum richtigen Umgang mit ihnen anzuleiten. Unser Konzept Medienkompetenz und Ziele medienpädagogischen Handelns formuliert fünf Aufgabenbereiche: Auswählen und Nutzen, Gestalten und Verbreiten, Verste­hen und bewerten, Erkennen und Aufarbeiten, Durchschauen und beurteilen. Ein entsprechendes schuleigenes Curriculum legt fest, was in welchem Jahrgang the­matisiert werden soll.

Die allgemeine schulische und gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat dazu geführt, dass die hohe Bedeutung der Hausaufgaben für den Lernfortschritt von manchen Schülerinnen und Schülern nicht mehr richtig erkannt wird. Wir haben deshalb ein Konzept entwickelt, das frühzeitig die Eltern informiert und einbindet. Nach drei nicht angefertigten Hausaufgaben in einem Fach werden sie informiert, und nach weiteren zwei Vorfällen müssen sie nachsitzen. Wenn dann erneut die Hausaufgaben nicht gemacht, wird eine Klassenkonferenz einberufen, die eine geeignete Erziehungsmaßnahme beschließt. Die nicht angefertigten Hausaufgaben werden im Ordner der Klassenarbeitsergebnisse notiert.
Wir achten darauf, dass der Unterricht pünktlich mit dem Klingelzeichen beginnt und endet.

Zur Förderung des mathematischen Denkens stellen wir jeden Monat für die Klassen 5 und 6 drei knifflige Mathematikaufgaben ("mathematische Probleme"), für deren Lösung die Schülerinnen und Schüler Punkte sammeln können. Am Jahresende werden die drei besten mit einem Preis ausgezeichnet. Diese Aufgaben dienen der Vorbereitung an der Mathematik­olympiade, deren Träger der Verein Mathematik-Olympiaden e.V. ist und vom Bun­desministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Einmal im Jahr führt er die Landesendrunde in Zusammenarbeit mit dem mathematischen Institut der Universität Göttingen durch. Ziel ist, unseren Schülern die Teilnahme zu ermögli­chen. Mit Buchprämien für die Klassenbesten zu den Versetzungszeugnissen wollen wir allen zeigen, dass sich Leistung lohnt.

Sobald wir genügend Kapazitäten haben, wollen wir die mathematischen Probleme auch den Klassen 7 bis 10 anbieten.

Am Känguru-Wettbewerb, den der Verein Mathematikwettbewerb Känguru e.V. mit Sitz an der Humboldt-Universität Berlin anbietet, lassen wir Schülerinnen und Schüler aller Klassen am sogenannten Känguru-Tag im Frühjahr teilnehmen.
Besondere Begabungen schicken wir in den Bundeswettbewerb Physik für die Sekundarstufe I.
Herausragende Leistungsträger wollen wir zu den Ferienkursen der Junior-Akademie der HÖB Papenburg schicken, wo sie für weitere Spitzenleistungen zusätzlich moti­viert werden.

Und unsere Arbeitsgemeinschaft Schach versucht, logisches Denken spielend zu schulen.

Der Leistungsgedanke muss aber generell bei allen Schülerinnen und Schülern gefördert werden.  Wir wollen ihnen zeigen, dass jede Leistung zählt, nicht nur die Spitzenleistung. Wir wollen sie dahin führen, indem wir sie ermutigen, Fragen zu stellen, wenn etwas unklar geblieben ist, und dazu anhalten, ihre Hausaufgaben gewissenhaft zu machen. Eine transparente Regelung, wie wir verfahren, wenn das nicht der Fall ist, bindet sehr schnell die Eltern ein und nimmt auch sie in die Pflicht.

Für die Schwächeren haben wir ein spezielles Förderkonzept entwickelt. Angesichts der zur Verfügung stehenden Lehrerstunden können wir leider Förderunterricht nicht flächendeckend anbieten, sondern müssen uns bescheiden. Wir bieten Förderunter­richt im zweiten Halbjahr der Klasse 5 und im ersten Halbjahr der Klasse 9 an, so­weit Lehrerstunden zur Verfügung stehen.

Weitere Unterstützung erhalten Schüler mit Defiziten in bestimmten Fächern durch unser Projekt "SuS" (Schüler unterstützen Schüler). Hier helfen Schüler der oberen Klassen jüngeren nachmittags bei Hausaufgaben oder erklären ihnen noch einmal nicht verstandenen Unterrichtsstoff.
Einige Verlage bieten mittlerweile Online-Diagnosen für einzelne Hauptfächer an. Mit ihnen sollen individuelle Defizite besser sichtbar werden. Wir testen dieses Angebot zur Zeit in den Fächern Deutsch und Mathematik.


Musizieren schult nicht nur das Verständnis für Ästhetisches, sondern auch grundle­gende Leistungsvoraussetzungen wie Konzentrationsfähigkeit und Präzisionsliebe. Mit der Einrichtung zweier Bläserklassen in den Jahrgängen 5 und 6 wollen wir uns das zunutze machen. Unser Ziel ist es, die Bläserklassen nach und nach bis in den 10. Jahrgang aufzubauen. Wir werden aus ihnen ein Schulblasorchester aufbauen. Sicherheit für die Welt der Bühne bekommen sie in unseren regelmäßig stattfinden­den Schülerkonzerten vor der Schulgemeinschaft, zu der auch die Eltern gehören. Sobald wir mit Musiklehrerstunden besser ausgestattet sein werden, wollen wir einen Schulchor aufbauen, in dem sich die Schüler gesanglich weiterbilden können. Desgleichen wollen wir dann unsere besten Musiker ermutigen, an dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilzunehmen.

Manche Schüler spricht mehr der kreative Bereich der darstellenden Kunst an. Unter der Schirmherrschaft der niedersächsischen Kultusministerin richtet der Trägerverein "Jugend gestaltet" einen gleichnamigen Wettbewerb für die Bereiche Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Video und Plastik aus. Eine Jury wählt die Objekte aus, die in einem Niedersächsischen Museum einen Monat lang ausgestellt werden, für 2009/2010 im Kunstmuseum Celle. In diesem Jahr werden wir uns erstmals mit einigen Arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler beteiligen.

Gut vorlesen zu können, ist auch eine Kunst. Unsere Schüler erleben sie bei Dichterlesungen im Hause, die die Macht des wohlgesetzten Wortes demonstrieren. In Schuljahr 2009/10 war Danny Morrison zu Gast, ein nordirischer Dichter, als künstlerischer Leiter des West Belfast Festival in Europa bekannt geworden, im Schuljahr 2010/11 die Kinderbuchautorin Hanna Jansen, deren Buch "!Gretha auf der Treppe" unsere 6. Klassen lesen. Damit die praktische Übung nicht zu kurz kommt, nehmenn wir im Fach Deutsch im Jahrgang 6 an dem Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil und veranstalten im November eine Lesewoche mit unterschiedlichen Aktivitäten für alle Klassen.


Kinder wachsen heute unter anderen Bedingungen auf als noch vor zwanzig Jahren. Bewegungsräume schrumpfen, Bewegungserfahrungen werden immer geringer. Bewegung und Spielen sind aber entscheidend für die Entwicklung des Gehirns und das Lernen. Der allgemeinen Bewegungsarmut unserer Jugend muss Schule offensiv entgegentreten.

Dafür bringen wir unsere Schüler auf  vielerlei Weise in Bewegung.

  1. Mit den 8. Klassen fahren wir eine Woche zum Skifahren ins Allgäu.
  2. Wir führen jedes Jahr die Bundesjugendspiele durch und halten unsere Schüler an, das Sportabzeichen zu machen. In diesem Jahr werden wir für un­sere überdurchschnittlichen Erfolge in Hannover offiziell geehrt.
  3. Wir beteiligen uns regelmäßig an den Schulvergleichskämpfen "Jugend trainiert für Olympia".
  4. Unseren Aktionstag mit den Behindertenwerkstätten Altenoythe gestalten wir als Sportbegegnungsfest.
  5. Das Wandern verbindet Bewegung mit Naturerlebnis. Die 7. und 9. Klassen haben je zwei Wandertage, unsere Schülerinnen und Schüler wandern auf Klas­senfahrten, aber auch am sozialen Aktionstag.
  6. Einer der beiden Wandertage der neunten Klassen führt in den Kletterwald nach Thüle. Dort können die Schülerinnen und Schüler ihre Geschicklichkeit auf aufre­gende Weise trainieren.
  7. Der Projekttag vor den Sommerferien steht unter dem Motto „Schule in Bewe­gung“ und fordert sportliche Betätigung auf unterschiedliche Weise.
  8. Jedes Jahr verleihen wir an den besten Sportler in der Schülerschaft des LSG die Pierre-de-Coubertin-Medaille, die das Kultusministerium zur Förderung der sportpädagogischen Werte der olympischen Idee vergibt. Die Ausgezeichneten müssen nicht nur gute Sportler, sondern auch gute, sozial engagierte Schüler sein, die ihr Engagement nicht auf Schule begrenzen.
  9. Den Schulhof haben wir in Zusammenarbeit mit dem Schulzentrum zu einer „multi­funktionalen Mobilitätslandschaft“ umgestaltet. Hinter diesem Begriff ver­birgt sich die Ausgestaltung des Schulhofes mit diversen Sport- und Klettergerä­ten, Angeboten für aktuelle Modesportarten wie Streetball oder Inline-Hockey, aber auch mit dem klassischen Handball- oder Basketballfeld. Ein Kleinfußball­feld und ein vom DFB gesponserter Bolzplatz auf Kunstrasen ergänzen das breite Angebot an Bewegungsplätzen.
  10. Gemeinsam mit dem Schulzentrum organisieren wir das „Team Aktive Pause“ (TAP), das in den Pausen Bälle und kleinere Sportgeräte wie Pedalos, Jonglier­stäbe u.ä. an Schüler ausleiht und in gewissen Abständen Pausensportturniere veranstaltet.
  11. Wir sind uns der Bedeutung des Sports auch für das Kollegium bewusst. Viele Kol­legen spielen einmal die Woche zusammen mit Kollegen des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe Fußball.

Unsere Bemühungen auf diesem Gebiet sind vom Niedersächsischen Kultusministerium und dem Landessportbund Niedersachsen anerkannt worden, und wir wurden als "Sportfreundliche Schule" zertifiziert.


  1. b) Förderung sozialer Verhaltensweisen und der Erziehung zu Werten

Erziehung zu sozialer Verantwortung bedeutet, Anstöße zu einer Entwicklung zu geben, die die Schülerinnen und Schüler befähigt, die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu erkennen und zu übernehmen. Verantwortungsvolles Verhalten heißt dabei auch, die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere zu reflektieren. Wichtig sind gegenseitiger Respekt und die Beachtung der unterschiedlichen Rollen von Schülern und Lehrern.

Die Regeln und das Erleben sozialer Interaktionen, das gemeinsame Problemlösen so­wie die Notwendigkeit und Grenzen des arbeitsteiligen Lernens und die Strategien zur Vermeidung von sozialen Konflikten bzw. zu deren Lösung sind in den Unterricht und Schulalltag zu integrieren. Das Lernen in verschiedenen Sozialformen und Varianten in der Schule und im Unterricht soll ein möglichst selbständiges Zusammenarbeiten der Schülerinnen und Schüler ermöglichen. Zur Vertiefung dieses Zieles führen wir dreimal im Jahr einen Projekttag durch, Tage, für die wir ein besonderes Konzept entwickelt haben.

Verantwortung für die eigene Person. Das Leben spielt sich in der Gemeinschaft ab. Wie unsere Schülerinnen und Schüler mit der eigenen Person umgehen betrifft nicht nur sie selbst, sondern auch jeden um sie herum: Eltern, Mitschüler und nicht zuletzt Lehrer. Der Umgang mit der eigenen Person will aber gelernt sein. In erster Linie sind hier natürlich die Eltern gefordert. Die Schule kann aber von außen nicht unerheblichen Einfluss nehmen. Gerade im Zusammenhang mit Drogen und Gewalt. hierfür haben wir ein Präventionskonzept verfasst, das uns unsere erzieherische Verantwortung im Bewusstsein hält.

Verantwortung für den Mitmenschen. Im Geiste Laurentius Siemers unterstützt das LSG soziale Projekte. Regelmäßig führen wir in Zusammenarbeit mit dem Schulzen­trum einen gemeinsamen Sporttag der 10. Klassen mit den Behindertenwerkstätten Altenoythe durch. Diese Veranstaltung wird u.a. vorbereitet durch einen eintägigen Auf­enthalt unserer Schülerinnen und Schüler in der Behinderteneinrichtung. Jede Schülerin und jeder Schüler übernimmt dabei die Patenschaft und damit ganztägige Betreuung eines Behinderten. Die positive Resonanz von Seiten unserer Schülerinnen und Schü­ler zeigt, in welchem Maße dieser Tag ihre soziale Einstellung zum Mitmenschen beför­dert.

Zeitnah zum Todestag unseres Namenspatrons am 21.10. führen wir jedes dritte Jahr einen sozialen Aktionstag durch. Zu diesem Tag sammeln die Schüler Geld für ein soziales Projekt.

Um zu diesem Tag auch ihre Familien einladen zu können, legen wir den Termin auf einen Samstag im Oktober, also außerhalb der Unterrichtszeit. Das lehrt unsere Schü­ler, sich ohne eigenen Vorteil (Unterrichtsausfall) für Probleme in der Welt einzusetzen. In diesem Jahr haben wir in Zusammenarbeit mit dem Rotaryclub Cloppen­burg/Quakenbrück einen Aktionstag zugunsten der Polioimpfung durchgeführt.

Verantwortung vor Gott. Das Laurentius-Siemer-Gymnasium ist eine staatliche, nicht konfessionell gebundene Schule. Unseren Namenspatron haben wir aber sehr bewusst gewählt. Mit diesem Namen bringen wir zum Ausdruck, dass wir uns der christli­chen Tradition Europas verpflichtet fühlen und unseren Schülerinnen und Schülern die Religion als eine bereichernde Dimension menschlicher Existenz nahebringen wollen. Deshalb organisieren wir in Zusammenarbeit mit dem BDKJ für den Jahrgang 9 in jedem Jahr Tage religiöser Orientierung; wir legen Wert auf regelmäßige ökumenische Schul­gottesdienste, in denen das Miteinander von Schülern, Lehrern und Eltern erlebbar auf Gott ausgerichtet wird. Außerdem ist der Schulgottesdienst auch Erfah­rungsort menschlicher Fähigkeiten und Qualitäten jenseits von reiner Wissensvermitt­lung und Zweckhaftigkeit, der das Gemeinschaftserleben in besonderer Weise fördert.

Sauberkeit. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Aufgaben bei der Müllbeseiti­gung und Mülltrennung, indem sie verantwortlich im eigenen Klassenraum und auf dem Schulgelände entsprechende Dienste leisten. Einmal in der Woche reinigen die Klassen im Wechsel eine Stunde lang den Schulhof.

Umgang mit Ressourcen (Sparsamkeit). Jede Klasse hat einen Energiemanager, der dafür sorgt, dass die Beleuchtung des Klassenraumes bei Verlassen ausgeschaltet wird. Die Förderung des Umweltbewusstseins ist am Laurentius-Siemer-Gymnasium in einem eigenen Umweltkonzept programmatisch  verankert.

1. c) Pflege der saterfriesischen Sprache als Teil unserer regionalen Kultur und Identität

In Zeiten der Globalisierung stellen viele Menschen die Frage nach ihrer Identität und entwickeln ein neues Interesse an regionalen und lokalen Besonderheiten. Wir verstehen unseren Bildungsauftrag so, dass wir die Hinwendung zu einem regionalen Bewusstsein bei den Schülerinnen und Schülern unterstützen wollen.

Mit der Regionalsprache Plattdeutsch und der Minderheitensprache Saterfriesisch werden im Saterland zwei so genannte kleine Sprachen gesprochen, die einer besonderen Pflege bedürfen, wenn wir sie als lebendige Sprachen erhalten wollen. Insbesondere Saterfriesisch ist als eigenständige Sprache ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur und Identität und gilt nicht zuletzt durch die Aufnahme in die Europäische Charta für Regional- oder Minderheitensprachen als besonders schützenswert.

Als einziges Gymnasium im saterfriesischen Sprachgebiet wollen wir die Litje Skoule in Scharrel und die Marienschule in Strücklingen unterstützen und deren Arbeit zur Pflege und zum Erhalt dieser einzigartigen Sprache fortsetzen. In Projekten oder Arbeitsgemeinschaften wollen wir gemäß unserem Konzept Zusammenarbeit mit den Grundschulen auf den dort erworbenen Sprachkompetenzen aufbauen und diese auch in Kooperation mit dem Schulzentrum Saterland weiterführen.   


2. Schule wollen wir als Gemeinschaft erleben und gestalten

Der Umgang aller, die am Schulleben beteiligt sind – Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrende -, soll geprägt sein von gegenseitigem Respekt vor der Person und der spezifi­schen Situation und Aufgabe, in und vor der sich jeder befindet. Ein freundlicher und menschlicher Umgangston, aber auch offene Kritik sollten die Kommunikation prägen. Im Einzelnen sollte besonders darauf geachtet werden, dass alle, also Lehrende, Eltern und Schülerinnen und Schüler

- einander darin grundsätzlich vertrauen, dass jeder seine spezifische Aufgabe zum Wohle aller ausfüllen will;

- im Wissen miteinander leben und entsprechend umgehen, dass jeder Fehler macht und dass weder der ideale Schüler noch der ideale Lehrer noch die idealen Eltern existieren;

- gegenseitige Kritik offen, taktvoll und sachlich vorbringen und dass jeder und jedem Ver­änderung zugetraut, aber auch zugemutet wird;

- Chancen und Grenzen der individuellen Leistungsfähigkeit und des Verhaltens realistisch einschätzen und offen ansprechen, ohne dabei die Würde Einzelner anzutasten. insbe­sondere sollen die Lehrer darauf achten, Schüler in ihrem Lernen und ihrer persönlichen Entwicklung zu ermutigen und nicht zu entmutigen.

Soziales Lernen streben wir einerseits im täglichen Miteinander von Lehrerinnen und Leh­rern und Schülerinnen und Schülern im Unterricht an. So stellen die Klassenlehrerinnen und -lehrer mit ihrer Klasse entsprechende Verhaltensregeln auf, die von allen einzuhalten sind. Diese werden schriftlich fixiert und in der Klasse ausgehängt. Analog zu den klassen­bezogenen Regeln existieren schulbezogene Regeln, die in der Schulordnung (s. Anlage 1) festgehalten sind. Die Schulordnung wird den Schülerinnen und Schülern  im Rahmen der Infobroschüre, die jeder Neuzugang ausgehändigt bekommt, bekanntgemacht. Schul­verträge (s. Anlage 2) sollen die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen.

Andererseits findet soziales Lernen außerhalb des Unterrichts, wie zum Beispiel auf Klas­senfahrten und in AGs, statt. In den jeweiligen fünften Klassen werden Klassenfahrten als „Schulgemeinschaftstage"  in Ahlhorn durchgeführt. Sie stehen im Zeichen des gegenseiti­gen Kennenlernens und der Förderung der Klassengemeinschaft, die sich dann im Schul­alltag bewähren und als belastbar erweisen kann. Darüber hinaus übernehmen Schü­ler(innen) des Jahrgangs 9 oder 10 als Ansprechpartner und „Konfliktlotsen" Patenschaften für den Eingangsjahrgang. Sie stehen den „Neulingen"  bei Problemen in der Schule, in der Klasse sowie mit Klassenkameraden und Lehrern nach ihren Möglichkeiten beratend zur Seite und können besonders in der Anfangsphase Orientierungshilfe jeglicher Art geben.

Am Schuljahresende nehmen wir die Ehrung der auszuzeichnenden Schülerinnen und Schüler in der Stunde vor der Zeugnisausgabe vor der gesamten Schulgemeinschaft vor und stärken so einerseits den Leistungsgedanken, andererseits das Gemeinschaftsgefühl. Dasselbe Ziel fördert der Besuch von Theateraufführungen der Theater-AG, Schulkonzer­ten und Kunstausstellungen im Klassenverband. Die online-Schülerzeitung laurentinews, ein von Schülerin­nen und Schülern unter Anleitung einer Lehrkraft gestaltetes Organ, bringt wöchentlich Neuigkeiten und erzieht zum verantwortungsvollen Umgang mit dem geschriebenen Wort und fairem Umgang mit seiner Macht.

In jedem Betrieb und jeder Institution kommt es immer wieder einmal zu Misstimmigkeiten und Differenzen. Hier können die Beteiligten im Besonderen zeigen, dass sie gewillt sind, fair und partnerschaftlich miteinander umzugehen. Mit unserem Beschwerdekonzept wollen wir dazu anhalten.

Um Neuzugängen in der Schülerschaft und im Kollegium schnell das Gefühl des Dazuge­hörens zu vermitteln, haben wir ein Integrationskonzept entwickelt, das diesen Prozess begleitet und beschleunigt.

Wer Schule als Gemeinschaft erlebt, lernt und arbeitet besser. Sozialer Aktionstag, Pro­jektwoche, Schulfest heißen unsere herausragenden Gemeinschaftserlebnisse, an denen die gesamte Schulgemeinde teilhat. Unser letztes Schulfest haben alle Beteiligten als beflügelnd empfunden. Besondere Initiativen kosten aber auch besonders viel Zeit, Vorbe­reitungszeit. Unsere bisherigen Erfahrungen haben uns den Entschluss fassen lassen, im Dreijahresturnus ein Jahr einen Sozialen Aktionstag, das nächste Jahr eine Projektwoche und das dritte Jahr ein Schulfest zu veranstalten. So wollen wir verhindern, dass sich diese Aktionen im Bewusstsein der Beteiligten abnutzen.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schulgemeinschaft kann nur stark sein, wenn es im Kollegium fest verankert ist. Deshalb stärken wir es durch gemeinsame Aktionen des Kol­legiums wie den Kollegiumsausflug, eine Boßeltour zum Halbjahreswechsel, eine gemein­same Radtour im Mai, eine Betriebsbesichtigung im Herbst und eine Weihnachtsfeier gemeinsam mit dem Kollegium des Schulzentrums. Mit der Freud- und Leidkasse finanzie­ren wir die Anteilnahme an familiären Wegmarken der Kolleginnen und Kollegen.


3. Wir achten auf eine gut funktionierende Kommunikation

Alle an unserer Schule Beteiligten bemühen sich um eine Kommunikations- und Gesprächskultur, die von gegenseitiger Wertschätzung und von Respekt füreinander geprägt ist. Dieser Grundsatz entspricht der Lebensphilosophie unseres Namenspatrons Laurentius Siemer.

Die Überschaubarkeit unserer Schule erleichtert es, zahlreiche persönliche Gespräche zu führen und vieles auf dem „kurzen Dienstweg“ zu klären. Gleichwohl bedarf auch bei uns die Kommunikation formaler Strukturen. Mit unserem Kommunikationskonzept wollen wir speziell außerunterrichtliche Kommunikationsabläufe optimieren und transparent machen. Wichtigstes institutionalisiertes Medium zwischen Schulleitung und Kollegium ist das Mit­teilungsbuch, seine Einträge haben Vorrang vor allen anderen Kommunikationswegen, sie heben im Zweifelsfall alle anderen Mitteilungen auf und sind deshalb täglich zur Kenntnis zu nehmen. Einladungen und Protokolle werden über E-Mail verschickt. Das Kommunikati­onskonzept gestaltet auch die externe Kommunikation, deren wichtigstes, weil jederzeit und von überall abrufbares Medium eine gut gestaltete Homepage ist.

Für Gespräche, die Grundsätzliches betreffen, fehlt in der Hektik des Schulalltags indes meist die Ruhe. Sie brauchen Konzentration und Muße. Auch hier kann ein institutionalisierter Rahmen helfen. Deshalb führt der Schulleiter in gewissen Abständen mit jeder einzelnen Kollegin und jedem einzelnen Kollegen ein Mitarbeitergespräch unter vier Augen. Es dauert etwa eine Schulstunde, wird schriftlich vorbereitet und bleibt streng vertraulich. Es dient der Verständigung über die Beurteilung der bisherigen Zusammenarbeit, der Vereinbarung von Schwerpunktsetzungen und der Formulierung von Wünschen an die Schulleitung. So wollen wir Vertrauen und Verständnis zwischen Kollegium und Schulleiter optimieren.

Auch zu unseren Ansprechpartnern der örtlichen Presse pflegen wir guten Kontakt, informieren sie ständig über Neuerungen und laden sie zu besonderen Ereignissen in unsere Schule ein.

Zur Vereinfachung der Kommunikation zwischen Eltern und Schülern führt jeder Schüler führt ein Mitteilungsheft. Mit ihm können Eltern und Lehrer schnell und verbindlich in Kontakt treten. Eltern tragen beispielsweise ihre Entschuldigungen wegen Abwesenheit ihrer Kinder ein und haben gleichzeitig einen Überblick über die Fehltage ihrer Kinder. Lehrer können hier um Kontaktaufnahme bitten.

4. Wir legen die Grundsätze unserer Leistungsbewertung offen

Die Angemessenheit, Vergleichbarkeit, Fairness und Transparenz der Leistungsanforde­rungen und der Leistungsbewertung sind am LSG ein gemeinsames Anliegen von Lehr­kräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern. Um dieses zu erreichen, sind durch Gesamtkonferenzbeschluss die Lehrkräfte innerhalb der einzelnen Fachgruppen zur Zu­sammenarbeit und zur gegenseitigen Information verpflichtet, u. a. durch den Austausch von Klassenarbeiten. Desgleichen gilt die Verpflichtung zur regelmäßigen Information der Schüler(innen) über ihren Leistungsstand, insbesondere im Bereich der Mitarbeit. Voraus­setzung dafür ist die Offenlegung der Bewertungskriterien. Die Umsetzung dieser Prinzi­pien in den einzelnen Fächern regeln die entsprechenden Fachkonferenzbeschlüsse sowie die gültigen Erlasse und Verordnungen.



5. Wir brauchen und suchen die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Die Kooperation bleibt hier aber nicht stehen. Etliche Arbeitsgemeinschaften leben davon, dass sie für Schülerinnen und Schüler beider Schulen angeboten werden. Das soziale Projekt in den 10.Klassen mit der Behindertenwerkstätte Altenoythe planen und veranstalten wir gemeinsam und in enger Absprache mit dem Schulzentrum. Aus dieser praktischen Zusammenarbeit ist eine Kooperationsvereinbarung entstanden (s. Anlage 3).

Darüber hinaus bemühen wir uns, jedes Jahr einem oder zwei Schülerinnen oder Schü­lern einen acht- bis zwölfwöchigen Aufenthalt in Frankreich über das Brigitte-Sauzay-Programm zu vermitteln. Mit diesem Programm, benannt nach einer Journalistin, fördert das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) in enger Zusammenarbeit mit den deut­schen und französischen Schulbehörden seit 1989 den mittelfristigen individuellen Schü­leraustausch zwischen Deutschland und Frankreich. Das Brigitte-Sauzay-Programm unterstützt Schülerinnen und Schüler der 8. bis 11. Klasse, die seit mindestens zwei Jah­ren Französisch lernen und einen individuellen Aufenthalt in Frankreich auf Austausch­basis absolvieren wollen.

Wenn wir in Zukunft mit Lehrerstunden etwas besser ausgestattet sind, werden wir unsere Schülerinnen und Schüler an die DELF-Prüfungen Diplôme d'Etudes en langue française heranführen, die auf den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) des Europarates abgestimmt sind.


6. Wir haben die Berufs- und Studienorientierung unserer Schüler im Blick

Die meisten unserer Schülerinnen und Schüler gehen nach der 10. Klasse in die Oberstufe des Albertus-Magnus-Gymnasiums nach Friesoythe. Gleichwohl halten wir eine Informa­tion der Schüler über mögliche Berufsfelder und Studienperspektiven angesichts der Schulzeitverkürzung schon im 10. Jahrgang für geboten. Um die Berufsberatung möglichst professionell zu gestalten, arbeiten wir mit dem Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen zusammen.

Kompetente Spezialisten zeigen unseren Schülern während eines dreitägigen Aufenthalts den gesellschaftlichen Strukturwandel und die Bedeutung der Berufswahl für das eigene Leben und die gegenwärtige Arbeitswelt.

Dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt zu ver­schaffen, dient auch das Berufspraktikum, das die 10. Klassen durchlaufen, für dessen Organisation, Durchführung und Auswertung wir ein eigenes Konzept ausgearbeitet haben. (Berufsvorbereitung im Rahmen des Praktikums)

7. Wir haben großes Interesse an der Beteiligung der Eltern und Schüler

Für eine funktionierende Schule sind gegenseitige und rechtzeitige Information und die frühzeitige Einbindung aller Beteiligten in die Entscheidungsprozesse von zentraler Bedeutung. Die notwendigen Kommunikationswege müssen institutionalisiert werden, um dauerhaft zu funktionieren. Vor einer Entscheidung soll durch rechtzeitige Information eine breite Diskussion aller Beteiligten gewährleistet werden.

Die Schülervertretung (SV) versteht sich als Vermittler zwischen den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern. Dieses Gremium soll rechtzeitig und regelmäßig über alle wichtigen Vorhaben informiert werden. So kann es als Multiplikator wirken. Die Lehrerinnen und Lehrer bestärken die Schülerinnen und Schüler in ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und aktiv das Schulleben mitzugestalten.

Die Eltern verstehen sich an unserer Schule als Partner, Berater und Helfer der Lehrerin­nen und Lehrer. Durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit wollen sie helfen, das Schulleben ihrer Kinder attraktiver und den Unterricht noch besser zu gestalten. Damit dies gelingt, bringen sich die Eltern mit ihren Erfahrungen und Sachkenntnissen aus dem Berufsleben ein.

Sie helfen zudem, das Schulleben zu verbessern durch die Mitarbeit in den schulischen Gremien wie den Elternvertretungen, den Konferenzen sowie bei schulischen Veranstal­tungen, sie organisieren z.B. eine Schulcafeteria am Elternsprechtag oder wirken bei der Betreuung von Klassenfahrten und Wandertagen mit. Der Förderverein des Laurentius-Siemer-Gymnasiums unterstützt aus den Vereinsbeiträgen und Spenden die unterrichtli­chen und erzieherischen Ziele der Schule. Er sieht es als seine Aufgabe an, Vorhaben zu fördern, die der Schulträger nicht in vollem Umfang finanzieren kann.

Die Initiative zur Beteiligung der Eltern und Schüler ist aber keine Einbahnstraße. In Zeiten sich verändernder Schülerpersönlichkeiten und eines sich schnell verändernden Umfeldes bekommt Orientierungshilfe eine stetig zunehmende Bedeutung. Hier liegt es an der Schule, auf Eltern und Schüler zuzugehen. Um unser Interesse daran deutlich zu machen, haben wir ein Beratungskonzept erarbeitet, in dem wir unser großes Interesse an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit deutlich machen. So wollen wir mögliche Hemm­schwellen beim Herangehen an Probleme abbauen und denkbare Hilfen auch außerhalb unserer Schule aufzeigen.

8. Wir planen unsere Fortbildung

Das Kollegium des Laurentius-Siemer-Gymnasiums zeichnet sich durch eine gesunde Mi­schung von Jugend und Erfahrung aus. Zur Professionalität eines jeden gehört das Bestreben nach lebenslangem Lernen. Das geschieht einerseits in der täglichen Unter­richtsvorbereitung und -praxis, andererseits können externe Fortbildungen wichtige neue Impulse von außen setzen und dazu anregen, gewohnte Denkweisen zu überprüfen. Hier­für sind von der Schule gesetzte Rahmenbedingungen sehr hilfreich. Deshalb haben wir ein Fortbildungskonzept entwickelt, das wir stetig weiterentwickeln wollen. Vor zwei Jahren haben wie einen Erste-Hilfe-Lehrgang zu Sofortmaßnahmen am Unfallort, im letzten Jahr eine schulinterne Lehrerfortbildung zu der Frage, was guter Unterricht sei, und zu Unterrichtsmethoden durchgeführt, und in diesem Schuljahr haben wir uns mit der Frage befasst, ob die Hirnforschung den Schulen wichtige Impulse geben könne.

 

9. Wir wollen unsere Schulkultur durch Sicherheit und Prävention stärken.

Unser Leitbild sieht den mündigen und selbstbestimmten Menschen als Ziel. Dazu gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Person. Die Entwicklung einer Schulkultur, die auch die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten einschließt, ist kein unwesentliches Kriterium von Schulqualität. Schülerinnen und Schüler über die Gefahren jeglicher Form von Sucht und Gewalt aufzuklären, sehen wir als Teil unseres Bildungsauf­trags. Mit unserem Präventionskonzept haben wir ein Curriculum erstellt, das auf die ent­sprechenden Jahrgänge bezogen Essverhalten, Selbstbehauptung, Drogen, Alkohol und die Gefahren des Internet thematisiert. Das Mobilitätskonzept soll unsere Schülerinnen und Schüler in erster Linie über die Gefahren im Straßenverkehr aufklären. Seine einzelnen Bausteine müssen wir aber noch den entsprechenden Jahrgängen zuordnen. Beim Sicherheitskonzept sind wir einen Schritt weiter. Die beiden Hauptverantwortlichen sind der Sicherheitsbeauftragte für die Naturwissenschaften und der Koordinator, der für die Alarm­pläne und die Erste Hilfe zuständig ist.


IV. weitere Perspektiven

10. Wir setzen uns als Ziel den Aufbau einer gymnasialen Ober­stufe.

Zu einem Gymnasium gehört eine Oberstufe. Das Laurentius-Siemer-Gymnasium hat in der kurzen Zeit seiner Existenz große Akzeptanz in der Region gefunden. Die Schülerzahl ist in nicht erwarteter Weise gestiegen. Wenn die Entwicklung der Schule in dieser Rich­tung weitergeht, wollen wir, getragen von der Elternschaft, mit dem Schulträger alle Mög­lichkeiten ausloten, um in den nächsten Jahren eine gymnasiale Oberstufe aufzubauen.

11. Wir nehmen die Qualitätssicherung und Evaluation in den Blick

Evaluation ist unverzichtbares Element des Schulprogramms. Die geplanten Evaluationsmaßnahmen orientieren sich an den Leitsätzen unseres Schulprogramms und den Entwicklungszielen und –schwerpunkten unserer Schule. Die Evaluation berücksichtigt die Vorgaben des Landes (NSchG § 32, 3), die eine jährliche Evaluation vorsehen.

In jedem Schuljahr wird entweder eine jahrgangsbezogene Gesamtevaluation (z.B. SEIS) oder mindestens eine Evaluationsmaßnahme zu einem auf Unterrichts- oder Erziehungs­arbeit bezogenen Entwicklungsschwerpunkt durchgeführt. Über diese Entwicklungs­schwerpunkte und die entsprechenden Evaluationsmaßnahmen berät und entscheidet der Schulvorstand. Die Evaluationsergebnisse werden der Gesamtkonferenz vorgestellt.

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