Mit Kompass und Landkarte, einem Koffer voller Erinnerungen und vielen guten Wünschen wurde der Abschlussjahrgang des LSG in seinen neuen Lebensabschnitt entlassen.
Am Vormittag hat das Laurentius-Siemer-Gymnasium (LSG) im Saterland seinen 10. Jahrgang feierlich verabschiedet. 66 Schülerinnen und Schüler nahmen ihre Abschlusszeugnisse entgegen und wurden mit einem abwechslungsreichen Programm, persönlichen Worten und viel Wertschätzung auf ihren weiteren Weg geschickt.
Den Auftakt bildete ein Wortgottesdienst unter dem Leitgedanken „Reisen mit leichtem Gepäck“ – einer Anspielung auf das Silbermond-Lied „Leichtes Gepäck“. Es reise sich, so der Grundgedanke, leichter mit wenig Gepäck, und doch gebe es Dinge, die man auf keine Reise vergessen sollte. Sinnbildlich wurde dafür ein Koffer gepackt: ein Kompass zur Orientierung, eine Landkarte für den Überblick, eine Taschenlampe für dunklere Wegstücke, ein Freundschaftsband als Zeichen der Verbundenheit, ein Herz für die Leidenschaft und ein Schlüssel, der neue Türen öffnet. So ausgestattet, das war die Botschaft, lässt sich auch ein noch unbekannter Weg zuversichtlich antreten. Gestaltet wurde der Gottesdienst von Pfarrer Perzul und Pfarrer Fischer, an der Orgel begleitet von Herrn Kirchberg; die inhaltliche Gestaltung übernahm Herr Thoben.
Dankbarkeit und Rückblick prägten die weiteren Programmpunkte. In der Aula ließ ein Videorückblick mit vielen heiteren Szenen die gemeinsame Schulzeit noch einmal lebendig werden – Klassenfahrten und Erlebnisse, die diesen Jahrgang geprägt haben. In ihren Reden richteten die Schülerinnen und Schüler persönliche Worte an ihre Lehrkräfte, an die Sekretärinnen Marlene Rauert und Maren Bartel, an den Hausmeister Dirk Kramer und an Schulleiter Klaus Finsterhölzl.
Stellvertretend für das Engagement der gesamten Elternschaft dankte Schulleiter Finsterhölzl den Elternvertreterinnen und Elternvertretern der zehnten Klassen und überreichte ihnen einen Blumenstrauß. Musikalisch gekonnt untermalt wurde die Verabschiedungsfeier durch Louisa van Santen, die die Feier mit zwei stimmungsvollen Stücken am Klavier begleitete.
In seiner Ansprache richtete Schulleiter Finsterhölzl den Blick nach vorn – auf den Schulwechsel, der Veränderungen mit sich bringt, die nicht jedem leichtfallen. Anschaulich wurde das Bild einer Bergwanderung: Der Gipfel sei das Abitur, noch in Nebel gehüllt; die Jugendlichen stünden nun im Basislager, von dem aus sie auf ganz unterschiedlichen Wegen aufbrechen werden. Ob die Kondition reiche, ob man fit genug sei? Die allermeisten, die vom LSG aus gestartet seien, seien sehr gut oben angekommen. Die Schülerinnen und Schüler wurden ermutigt, sich etwas zuzutrauen, ohne sich zu übernehmen, konzentriert zu bleiben, aufeinander zu achten und sich Zeit für Erholung und zum Nachdenken zu nehmen. „Wir sind dankbar und erleichtert, euch bis hierher gebracht zu haben“, hieß es – und mit Sir Edmund Hillary: „Nicht den Berg bezwingt man, sondern sich selbst.“
Gewürdigt wurde auch das Engagement der Zehner in der Schülervertretung. Besonderer Dank galt in diesem Jahr Frau Kinast und Herrn Wenke, die die Betreuung der SV-Arbeit nach nunmehr acht sehr engagierten Jahren in neue Hände geben.
Die Elternratsvorsitzende Frau Slawinski-Nagel blickte auf den Start dieses Jahrgangs zurück – auf Corona, Lockdown, Masken, Abstand und Homeschooling, eine Zeit, die heute fast selbstverständlich überwunden erscheint. „Von der Isolation zum Massenjubel“ – inzwischen stünden die Jugendlichen mitten im Leben. Aus Fremden seien Freunde geworden, eine Gemeinschaft. „Euer Rucksack ist gut gefüllt, ihr habt eine solide Basis – ihr werdet euren Weg gehen, da bin ich mir sicher.“ Ihre besten Wünsche richtete sie auch an Herrn Finsterhölzl, der das LSG verlässt und künftig am Mariengymnasium Papenburg als Schulleiter tätig sein wird.
Besondere Leistungen wurden eigens gewürdigt. Den besten Notendurchschnitt erzielten Jonas Engling und Louisa van Santen mit jeweils 1,13. Herr Kirchberg ehrte Lea Thoben für ihr vielfältiges schulisches Engagement, insbesondere im Bereich der Tanzchoreografie, sowie Louisa van Santen für ihr Engagement und ihre Leistungen im Fach Musik, vor allem bei der musikalischen Gestaltung der Verabschiedungsfeier. Die Pierre-de-Coubertin-Medaille überreichte Herr Willms an Clemens Rosenbaum für seine besonderen Leistungen und sein Engagement im Fach Sport.
Ein feierlicher Höhepunkt war die Übergabe der Abschlusszeugnisse. Als Erinnerung erhielt jede Schülerin und jeder Schüler einen gravierten Kugelschreiber, gestiftet vom Förderverein. Ein letztes gemeinsames Jahrgangsfoto auf dem Schulhof hielt den Moment fest, bevor die Feier bei einem Empfang in der Ruhezone im Grünen ausklang – mit vielen Gesprächen und Erinnerungsselfies, die noch einmal die Gemeinschaft dieses Jahrgangs sichtbar machten.
